Hier finden Sie alle News zum Zukunftstag ALTENPFLEGE 2017

22.03.2017 – Technische Innovation im öffentlichen Raum

Der demografische Wandel verändert die Bundesrepublik. Zu keinem Zeitpunkt erreichten so viele Men­schen ein so hohes Alter wie heute. Neben den zweifelsohne vorhandenen Entfaltungsmöglichkeiten bzw. Potenzialen, welche sich aus einem höheren Alter ergeben können, werden jedoch auch im verstärkten Maße die Grenzen des Alters sichtbar. Dies unterstreicht beispielsweise der Vierte Altenbericht der damaligen Bundesregierung. Dieser besagt, dass mit dem fortschreitenden demografischen Wandel die Anzahl der chronisch kranken, pflegebedürftigen und demenzkranken Menschen zunimmt.

Von daher ist es von zentraler Bedeutung, auch in Grenzsituationen die Lebensqualität zu erhalten. Denn ein Großteil der Betroffenen wollen so lange wie möglich selbstbestimmt in ihrer gewohnten Umgebung bleiben. Eine Chance dafür bietet die Digitalisierung, welche mehr und mehr auch den Alltag in der Altenpflege durchdringt. Zahlreiche Projekte in Deutschland nehmen sich der Verquickung von Innovation und Altenhilfe an.

Daher wird das Thema Digitalisierung in der Altenpflege auf dem Zukunftstag ALTENPFLEGE 2017 großgeschrieben: Der Kongress bietet diverse Vorträge zu den technischen Neuerungen im Bereich der Altenpflege. Ein Vortrag in diesem Themenkomplex ist Vortragsblock 31: „Das Bundesforschungsprojekt UrbanLife+“. Das Projekt hat sich das Ziel gesetzt, die Selbstbestimmung und Teilhabe von Seniorinnen und Senioren gerade in urbanen, öffentlichen Räumen zu verbessern. Zwar gebe es beispielsweise in den eigenen vier Wänden jede Menge Konzepte, Produkte und technische Assistenten, welche das Leben von älteren Menschen deutlich einfach machen würden, im öffentlichen Raum gäbe es jedoch noch einigen Nachholbedarf.

Mit „smarten“ städtebaulichen Objekten sollen die Menschen bedarfsgerecht technisch unterstützt und es ihnen ermöglichen werden, sich sicher im öffentliche Raum zu bewegen. Dazu gehören beispielsweise Straßenlampen, die ihre Helligkeit dem Sehvermögen der Passanten anpassen oder Systeme, die ihre Benutzer bei Schwäche- und Schwindelanfällen zur nächsten Sitzmöglichkeit leiten. Gefördert wird das Projekt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung. Hier können Sie sich ausgiebig über das Projekt informieren. Mehr Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung zu diesem Vortragsblock finden Sie hier oder klicken Sie sich durch das Programm und melden sich für Ihre Themen an.

15.03.2017 – Personalbemessung in der Pflege

Es ist unumstritten, dass ein direkter Zusammenhang zwischen der Pflegeausstattung, -bedürftigkeit und Pflegequalität besteht. Von daher überraschen die Ergebnisse einer neuen Studie kaum. Die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) und die Hochschule Hannover haben herausgefunden, dass ein gesetzlicher Personalschlüssel in der Pflege Arbeitsüberlastung und Qualitätsmängel lindern können. Des Weiteren, so die Ergebnisse der Studie können Vorgaben hinsichtlich Mindestbesetzungen insbesondere dazu beitragen, Schädigungen der Patientengesundheit durch schwere Komplikationen zu vermeiden. Die Studie bezieht sich im Allgemeinen auf Krankenhäuser, jedoch liegt er Bezug zur stationären Altenpflege nahe. Weitere Informationen zu der Studie finden Sie hier.

Auch Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe kündigte gerade Personaluntergrenzen an, allerdings nur für pflegeintensive Klinikbereiche wie auf Intensivstationen oder im Nachtdienst. Gröhe verständigte sich gemeinsam mit Vertretern der Koalitionsfraktionen und den Ländern darauf, nachdem er die Expertenkommission „Pflegepersonal im Krankenhaus“ zur Beratung heran gezogen hatte.

Doch wie stehen die Chancen für die Einführung einer gesetzlichen Pflegebemessung in der Altenpflege? Die Ausgangslage dafür ist verzwickt. Denn nicht nur von Land zu Land kann es zu erheblichen Unterschieden in der Personalbemessung kommen, auch innerhalb von Ländern gibt es Abweichungen.

Auch der durch das PSG II unternommene Versuch, erstmals die Entwicklung und Erprobung eines wissenschaftlich fundierten Verfahrens zur einheitlichen Bemessung des Personalbedarfs in Pflegeeinrichtungen zu normieren, ist aus Sicht vieler Experten noch ungenügend. Laut des Deutschen Gewerkschaftsbundes ändert daran auch das kommunale Pflegestärkungsgesetz nichts.

Informieren Sie sich auf dem Zukunftstag ALTENPFLEGE 2017 über die derzeitige Situation der Personalbemessung in der Altenpflege. Im Vortragsblock 8 bringt Michael Wipp Sie mit seinem Vortrag: „Pflegegrade im Praxistest – kocht jedes Bundesland sein eigenes Süppchen bei der Personalbemessung?“ auf den neuesten Stand. Hier gelangen Sie direkt zum Vortragsblock.

08.03.2017 – Mehr Zeit für die Patienten 

Bürokratie gehört zum Regelbetrieb in Altenpflegeeinrichtungen dazu. Jedoch wird schon lange der hohe bürokratische Aufwand im Pflegealltag beklagt. Rund 13 Prozent ihrer Arbeitszeit verbringen Pflegekräfte mit der Pflegedokumentation. Das geht aus einer Erhebung des Statistischen Bundesamtes hervor. Auf das Jahr hochgerechnet entstehen dadurch Kosten in Höhe von ca. 2,7 Milliarden Euro.

Um den Dokumentationsaufwand erheblich zu reduzieren – und das ohne fachliche Qualitätsstandards zu vernachlässigen – wurde Anfang 2015 das „Strukturmodell der Pflegedokumentation“ eingeführt. Neu war dabei beispielsweise die Ausrichtung der Dokumentationspraxis auf einen vierstufigen Pflegeprozess und die systematische Berücksichtigung der persönlichen Perspektiven der Pflegebedürftigen. Den Einstieg in den Pflegeprozess bildet die neue „Strukturierte Informationssammlung“ (SIS). In der SIS werden die Wünsche der Pflegebedürftigen, die Beurteilung der Pflege- und Betreuungsbedarfe durch die Pflegefachkraft sowie die individuellen pflegerelevanten Risiken dokumentiert. Aus den in der SIS dokumentierten Erkenntnissen ergeben sich im nächsten Schritt die Maßnahmenplanung sowie die Festlegung von Evaluationsdaten. Im Fokus steht also die fachliche Kompetenz der Pflegenden, an Stelle von schematischen Dokumentationsroutinen.

Entwickelt wurde das Modell durch die Bundesregierung in Zusammenarbeit mit Experten und Praktikern aus der Pflegepraxis. Für eine vereinfachte Implementierung des Strukturmodells, ist das Projektbüro „Ein-STEP“ ins Leben gerufen worden. Über „Ein-STEP“ können sich interessierte ambulante und stationäre Pflegeeinrichtungen als Teilnehmer bei der bundesweiten Umsetzung der neuen Pflegedokumentation registrieren lassen. Am 28.02.2017 waren etwa 5.050 ambulante Pflegedienste und etwa 5.900 stationäre Einrichtungen beim Projektbüro angemeldet. Damit beteiligen sich bereits 41Prozent der 12.300 Pflegedienste und 47,6 Prozent der 12.400 Pflegeheime am Projekt. Die Gesamtteilnahmequote der 24.700 Diensten und Einrichtungen beträgt damit 44,3 Prozent.

Auf dem Zukunftstag ALTENPFLEGE 2017 werden in Vortragsblock 6: „Entbürokratisierung“ durch Dr. Grit Braeseke und Elisabeth Beikirch die Ergebnisse der wissenschaftlichen Begleitung der Implementierung sowie die Leitfäden zur Umsetzung des Strukturmodells vorgestellt. Hier gelangen Sie direkt zum Vortrag.

01.03.2017 – Honorarkräfte in Pflegeheimen

Der vorhandene Fachkräftemangel macht Gesundheits- und Sozialunternehmen in allen Bundesländern zu schaffen. Wenn es zu  höheren Ausfallzeiten kommt, sind auf Grund der dünnen Personaldecke die bereits vorhandenen Lücken oftmals kaum mehr zu stopfen. In diesen Fällen ist in der Vergangenheit, teilweise auch heute, auf Honorarkräfte zurückgegriffen worden.

Jedoch kann es dabei zu sozial- und strafrechtlichen Konsequenzen kommen: Diverse Landessozialgerichte haben für eine Sozialversicherungspflicht von Pflegekräfte entschieden. Begründet wurde das Urteil mit der Einteilung einer Honorarpflegekraft in einen Dienstplan und die spezifische Tätigkeit. Dies führe zu einer weisungsgebundenen Eingliederung der Pflegekraft in eine Klinik. Auch würden sie selbst keine eigene Betriebsstätte aufweisen und kein Unternehmerrisiko tragen. Daher lägen überwiegend Merkmale vor, welche für ein abhängiges Beschäftigungsverhältnis sprächen.

Kann also die Deutsche Rentenversicherung (DRV) bei einer Betriebsprüfung eine fehlerhafte Abführung von Sozialversicherungsbeiträgen seitens der Arbeitsgeber nachweisen, können hohe Nachforderungen geltend gemacht werden. Prüfungen finden durch die DRV regelmäßig, also mindestens alle vier Jahre, statt.

Doch welche rechtlichen Möglichkeiten gibt es, mögliche hohe Nachzahlungen zu vermeiden? Und welche Vorteile haben Heime, wenn sie proaktiv die Prüfung begleiten oder sogar herbeiführen? In verschiedenen Fallgestaltungen geht der Workshop „V27 – Honorarkräfte in Pflegeheimen“ auf diese und weitere Fragen auf dem Zukunftstag ALTENPFLEGE 2017 ein. Der Workshop zeigt darüber hinaus Maßnahmen zur sozialversicherungs-, steuer- und strafrechtlichen Enthaltung der Einrichtung auf.

Melden Sie sich noch heute an. Hier gelangen Sie direkt zum Workshop.

15.02.2017 – Die Generalistik polarisiert noch immer

Die Reform der Pflegeberufe polarisiert und teilt die Branche seit geraumer Zeit in Befürworter und Gegner der Generalistik. Die generalistische Pflegeausbildung sieht u.a. die Vereinheitlichung der bisher getrennten Ausbildungen zur Alten-, Kranken- und Kinderkrankenpflege vor, welche zukünftig mit der Berufsbezeichnung „Pflegefachfrau/Pflegefachmann“ abgeschlossen wird. Um den Altenpflegeberuf attraktiver zu gestalten, soll das Pflegeschulgeld bundesweit abgeschafft werden und die Auszubildenden eine Vergütung erhalten.

Jedoch kann sich die Regierungskoalition nicht über die Details der geplanten Reform einigen und gerät nun ziemlich unter Zeitdruck, denn die Wahlperiode endet in diesem Jahr. Würde es zu keiner Einigung kommen, könnte das Gesetz nicht verabschiedet und damit womöglich für für lange Zeit aufgeschoben werden. Nun soll der Koalitionsausschuss von Union und SPD über das Schicksal des Gesetzesvorhabens befinden.

Hier erhalten Sie mehr Informationen zu den Verhandlungen innerhalb der Koalition zwischen der Union und der SPD.

Doch gibt es einen Masterplan für eine altengerechte Pflegeausbildung? Zur Klärung dieser und weiterer Fragen, findet auf dem Zukunftstag ALTENPFLEGE der Vortragsblock 17: „Spannungsfeld Pflegeausbildung“, unter der Moderation von Monika Gaier statt. Infomieren Sie sich über zentralen Kompetenzen für eine zukunftsfeste Altenpflege oder melden Sie sich noch heute an. Hier gelangen Sie direkt zum Vortrag.

08.02.2017 – Menschen mit Demenz in Akutkrankenhäusern

Die steigende Zahl an Demenzpatienten wird auch für die Akutkrankenhäuser zu einer wachsenden Herausforderung. Derzeit ist der Klinikalltag kaum auf Menschen mit Demenz eingestellt. Denn häufig tritt Demenz als Nebendiagnose zu der akuten Erkrankung der Patienten auf. Um diesem Umstand gerecht zu werden, sind besondere Behandlungskonzepte von Nöten.

Zur Unterstützung von Akutkrankenhäusern bei der Entwicklung und Umsetzung von spezifischen Konzepten für die Bedürfnisse von Menschen mit Demenz, hat die Robert-Bosch-Stiftung das Programm „Menschen mit Demenz im Akutkrankenhaus“ ins Leben gerufen.

Auch auf dem Zukunftstag ALTENPFLEGE 2017 findet das Thema in Kooperation mit der Robert-Bosch-Stiftung besondere Berücksichtigung. Im Vortragsblock 28, mit dem Titel: „Schnittstelle Pflege: Menschen mit Demenz im Akutkrankenhaus“ informieren Experten aus Praxis und Forschung u.a. über die Herausforderungen bei der Versorgung von Patienten mit kognitiven Beeinträchtigungen und zeigen Lösungskonzepte in Form von unterschiedliche Vorträge zum Thema Demenz und Akutkrankenhäusern auf. Hier gelangen Sie direkt zum Vortrag.

01.02.2017 – Die Pflegestatistik 2015 – Der Trend geht zur Ambulantisierung

Am 16. Januar 2016 veröffentlichten die Statistischen Ämter des Bundes und der Länder die Pflegestatistik 2015. Neben der grundsätzlichen Erkenntnis, dass die Zahl der Pflegebedürftigen seit 2013 um 8,9% auf 2,86 Mio. gestiegen ist, wuchs ebenfalls der Anteil der Zuhause versorgten Pflegebedürftigen auf rund drei Viertel (73 % oder 2,08 Millionen) aller Patienten an. Auch weitere 692 000 Pflegebedürftige lebten in Privathaushalten, sie wurden jedoch zusammen mit oder vollständig durch ambulante Pflegedienste versorgt.

Damit bestätigt sich der Trend der zunehmenden Ambulantisierung des Pflegesektors, denn immer mehr Menschen wollen bei Eintritt in die Pflegebedürftigkeit im eigenen Heim wohnen bleiben. Um ganze 11,6 Prozent hat die Pflege in den eigenen vier Wänden zugenommen, was auch auf die Reformen der Pflegeversicherung zurückzuführen ist. Doch wie gelingt ein erfolgreiches Schnittstellenmanagement bei der Koordination von kooperierenden Pflegeeinrichtungen, ambulanten Pflegediensten, Beratungsstellen und natürlichen den Angehörigen?

Informieren Sie sich darüber auf dem Zukunftstag ALTENPFLEGE 2017 durch den Vortragsblock 24: „Ambulantisierung stationärer Einrichtungen“ moderiert von Herbert Maul. Hier erhalten sie ausführliche Informationen zum Vortrag oder schauen Sie sich die Pflegestatistik 2015 direkt an.

11.01.2017 – Das Programm des Zukunftstag Altenpflege 2017 wird noch umfangreicher

Werfen Sie doch einen Blick auf das Programm des Zukunftstags ALTENPFLEGE 2017. Das Programm des dreitägigen Kongresses wurde von Vincentz Network in enger Zusammenarbeit mit den Partnern entwickelt. Bei einer großen Beiratssitzung mit allen Partnern in Berlin im August 2016 wurde hierfür viel diskutiert, Leitlinien gesetzt und Themen ausgearbeitet.

Das Resultat kann sich sehen lassen. Das Programm ist in der Zahl der Veranstaltungen noch umfangreicher ist als im Jahr 2016: über 80 Vorträge, in denen rund 90 Referenten ihr Wissen und ihre Erfahrungen teilen sowie zielführende Strategien für die Zukunft der Altenpflege aufzeigen. Das breite Themenspektrum verspricht einiges an Zündstoff, aber vor allem auch lösungsorientierten Dialog. Als weitere Elemente kommen der „Tag der Wohnungswirtschaft“ und der Branchentreff „Außerklinische Intensivpflege“ hinzu, jeweils als ganztägige Veranstaltungen parallel zum Programm des Zukunftstag. Klicken Sie sich durch und melden Sie sich an für die Themen, die Sie bewegen. Wir freuen uns auf Sie!

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